Wie viel kostet ein Mischcontainer für die Haushaltsauflösung in Österreich?

Bei einer Haushaltsauflösung kann die Auswahl des richtigen Containers eine wichtige Rolle spielen. Ein Mischcontainer bietet eine praktische Lösung für die Entsorgung von verschiedenen Abfällen. In diesem Artikel erfahren Sie, mit welchen Kosten Sie in Österreich rechnen müssen und wie Sie den passenden Container für Ihre Bedürfnisse finden.

Wie viel kostet ein Mischcontainer für die Haushaltsauflösung in Österreich?

Ein Mischcontainer ist für viele Haushaltsauflösungen in Österreich die pragmatische Lösung, weil unterschiedliche Abfallarten zusammen gesammelt und professionell sortiert werden. Dennoch gibt es klare Regeln, was hinein darf, wie groß der Container sein sollte und welche Kostenbestandteile auf der Rechnung stehen. Wer diese Punkte kennt, plant verlässlich und vermeidet teure Fehlentscheidungen.

Was ist ein Mischcontainer für eine Haushaltsauflösung in Österreich

Ein Mischcontainer ist ein bereitgestellter Absetz- oder Abrollcontainer, in dem verschiedene nicht gefährliche Abfälle gemeinsam entsorgt werden können. Typisch sind Möbel, Holzreste, Kunststoffe, Matratzen, Teppiche, Textilien und Metalle. Der Betreiber übernimmt Transport, Zwischenlagerung, Sortierung und Zuführung zu Verwertung oder Deponie. Wichtig: Mischcontainer sind nicht für gefährliche oder gesetzlich gesondert zu behandelnde Stoffe gedacht. Dazu zählen beispielsweise Farben und Lacke, Lösungsmittel, Batterien, Altöl, Leuchtstoffröhren, Asbest, Kühlgeräte und Elektroaltgeräte. Für diese Fraktionen gibt es getrennte Sammelsysteme in Ihrer Region. Ein Mischcontainer wird meist für einige Tage vermietet; die Miete umfasst eine Grundstandzeit, An- und Abtransport sowie die Entsorgung bis zu einer gewissen Menge bzw. einem Gewicht, darüber hinaus fallen Zuschläge an.

Welche Abfälle können in einem Mischcontainer in Österreich entsorgt werden

Erlaubt sind in der Regel sperrige Haushaltsgüter und gemischte Reststoffe aus einer Wohnungsräumung: zerlegte Schränke, Sofas ohne Kühleinheit, Holzlatten, Spanplatten, Kunststoffteile, Spielzeug ohne Batterien, Metallschrott wie Regale oder Vorhangstangen, Keramik und kleinere Mengen Bauschutt aus dem Innenbereich. Ebenfalls häufig akzeptiert werden Kartonagen und Textilien, sofern sie trocken und frei von Schadstoffen sind. Nicht zulässig sind gefährliche Abfälle, Elektro- und Elektronikaltgeräte, Kühl- und Gefriergeräte, Reifen, Flüssigkeiten, Erdaushub, Gipskarton in großen Mengen, behandeltes Holz mit Schadstoffbelastung sowie medizinische Abfälle. Da Annahmekriterien regional variieren können, empfiehlt sich die vorherige Abstimmung mit dem Anbieter. Eine gut sortierte Befüllung senkt zudem das Risiko von Nachberechnungen für Fehlwürfe oder Übergewicht.

Wie man den richtigen Mischcontainer für eine Haushaltsauflösung in Österreich auswählt

Die passende Größe hängt vom Volumen der Räumung, der Dichte der Materialien und dem verfügbaren Stellplatz ab. Gängige Größen für Haushaltsauflösungen sind 3 bis 5 Kubikmeter für kleine Wohnungen oder Teilräumungen, 7 Kubikmeter für durchschnittliche 2 bis 3 Zimmer und 10 Kubikmeter, wenn viel sperriges Material anfällt. Beachten Sie Durchfahrtsbreiten, Rangierflächen und ob der Container mit oder ohne Deckel benötigt wird. Bei Aufstellung auf öffentlichem Grund ist in vielen Gemeinden eine Genehmigung erforderlich, die zusätzlich kostet und Vorlaufzeit erfordert. Planen Sie die Befüllung so, dass schwere Gegenstände unten liegen und nichts über die Ladekante hinausragt. Überlegen Sie, problematische Fraktionen (zum Beispiel Elektrogeräte oder Farben) separat zu führen, um den Mischcontainer rein zu halten und unnötige Kosten zu vermeiden.

Kosten für Mischcontainer in Österreich: Was zu erwarten ist

Die Gesamtkosten setzen sich typischerweise aus Transportpauschale, Miete für die Grundstandzeit, Entsorgungsgebühr je Tonne oder Kubikmeter und etwaigen Zuschlägen zusammen. Für Mischabfälle aus Haushaltsauflösungen sind in vielen Regionen Österreichs grob folgende Bandbreiten üblich: 3 bis 5 Kubikmeter etwa 250 bis 450 Euro, 7 Kubikmeter etwa 350 bis 600 Euro, 10 Kubikmeter etwa 500 bis 900 Euro. Zuschläge entstehen bei längerer Standzeit, Übergewicht, Fehlwürfen, Wochenendzustellung oder wenn eine Aufstellgenehmigung einzuholen ist. Besonders kostenrelevant ist das Gewicht: Polstermöbel sind voluminös, aber nicht sehr schwer, während gemischter Bauschutt das Gewicht schnell erhöht. Ein vorheriger Sortierdurchgang spart oft spürbar Geld.

Nachfolgend einige realistische Preisrahmen und etablierte Anbieter in Österreich. Die angegebenen Werte sind typische Spannweiten, da konkrete Tarife je nach Bundesland, Entfernungen, Abfallmix und tagesaktuellen Entsorgungskosten variieren.


Product or Service Provider Cost Estimation
Mischcontainer 5 m³ Saubermacher Dienstleistungs AG ca. 300–500 € je Einsatz, abhängig von Region und Abfallmix
Mischcontainer 7 m³ Brantner Gruppe ca. 350–600 € je Einsatz, abhängig von Region und Abfallmix
Mischcontainer 10 m³ FCC Austria Abfall Service AG ca. 500–900 € je Einsatz, abhängig von Region und Abfallmix
Big Bag 1 m³ inkl. Abholung REMONDIS Austria ca. 150–300 € gesamt, abhängig von Region und Zugänglichkeit

Preise, Tarife oder Kostenschätzungen in diesem Artikel basieren auf den aktuell verfügbaren Informationen und können sich im Laufe der Zeit ändern. Eigene Recherche wird empfohlen, bevor finanzielle Entscheidungen getroffen werden.

Zusätzliche Kosten können durch Aufstellgenehmigungen auf öffentlichem Grund entstehen. In vielen Gemeinden werden dafür Verwaltungsgebühren erhoben; die Höhe richtet sich nach Dauer, Flächenbedarf und Verkehrsraum. Auch Wartezeiten des Lkw beim Anliefern oder Abholen können kostenpflichtig sein. Wer einen engen Hofzugang, Halteverbotszonen oder eine längere Trage- beziehungsweise Fahrstrecke vom Gebäude zum Container hat, sollte diese Faktoren vorab mit dem Dienstleister klären. Eine gute Vorbereitung – etwa das Freihalten der Stellfläche und das rechtzeitige Einholen von Genehmigungen – reduziert Verzögerungen und Zusatzkosten.

Praktische Spartipps: Reduzieren Sie Mischabfälle, indem Sie verwertbare Fraktionen wie Karton, Altmetall oder gut erhaltene Möbel separat zuführen. Prüfen Sie lokale Sammelstellen für Elektroaltgeräte und Problemstoffe, die meist kostenlos oder günstiger angenommen werden. Stimmen Sie den Abholtermin so ab, dass der Container möglichst zügig befüllt wird, um Standzeitkosten gering zu halten. Vergleichen Sie Angebote mehrerer regionaler Anbieter und achten Sie auf Leistungsumfang, enthaltene Entsorgungsmengen, mögliche Zuschläge und transparente Bedingungen.

Fazit: Ein Mischcontainer vereinfacht die Entsorgung bei Haushaltsauflösungen erheblich. Die Gesamtkosten hängen vor allem von Größe, Gewicht, Abfallzusammensetzung, Standort und Logistik ab. Wer Annahmekriterien beachtet, die Containergröße sorgfältig wählt und Preisbestandteile vergleicht, erhält eine realistische Kalkulation und verhindert unerwartete Nachzahlungen.